
Martin Murrack übernimmt Vorsitz der RuhrSPD von Thomas Eiskirch
Veröffentlicht am 13. November 2025
Nach 18 Jahren in Verantwortung für die SPD im Ruhrgebiet, davon die letzten vier Jahre als Vorsitzender der RuhrSPD hat Bochums langjähriger Oberbürgermeister Thomas Eiskirch den Vorsitz an Martin Murrack, Stadtdirektor und Kämmerer der Stadt Duisburg, übergeben. Der Wechsel wurde am Donnerstag auf der Ruhrparteitag SPD in Essen einstimmig beschlossen.
Eiskirch blickte in seiner Abschiedsrede auf eine intensive Zeit zurück:
„Wir haben gemeinsam viel erreicht: Die RuhrSPD hat sich als Stimme und organisatorische Klammer der SPD des Ruhrgebiets etabliert. Aus ihr heraus sind wichtige Anstöße zu den Themen entstanden, die das Ruhrgebiet besonders herausfordern, aber auch zu den Themen, die die Zukunftsfähigkeit der Region stärken und sichtbar machen. Als RuhrSPD haben wir auch die jüngste Wahl zum Ruhrparlament mit einer engagierten Kampagne erfolgreich gestalten können und sind erneut stärkste Fraktion im Ruhrparlament und somit auch die gestaltende Kraft geblieben. Die RuhrSPD ist und bleibt die politische Stimme der Region, die gehört wird – in Düsseldorf und in Berlin.“
Sein Nachfolger Martin Murrack dankte Eiskirch für dessen langjähriges Engagement und ging in seiner Rede auf die Herausforderungen der nächsten Jahre ein:
„Das Ruhrgebiet ist zuhause von über 5 Millionen Menschen und ist damit das größte Ballungsgebiet Deutschlands. Der Strukturwandel ist noch nicht vorbei. Die nächsten Jahre werden kritisch. Wir erleben gerade in der Chemie, im Stahl, in vielen anderen Bereichen der Industrie, dass Arbeitsplätze in einer Dimension gefährdet sind, die ein sofortiges Handeln der Landesregierung verlangen würde – vergleichbar mit damals, als Universitäten gegründet wurden, Landeseinrichtungen ins Ruhrgebiet verlagert oder an der Ruhr gegründet wurden und es den Startschuss für Großprojekte wie den Duisburger Hafen gab. Eine solche Weitsicht kann ich heute noch nicht einmal im Ansatz erkennen.“
Zudem betonte er die Wichtigkeit der SPD im Ruhrgebiet:
„Die Wahlen in NRW werden im Ruhrgebiet gewonnen und verloren – wir haben bei den Kommunalwahlen bewiesen, dass die SPD mit den richtigen Kandidatinnen und Kandidaten Wahlen gewinnen kann. Es ist wichtig, dass in Berlin, im Land NRW, beim RVR und in den Rathäusern und Räten Menschen sitzen, die die Themen des Ruhrgebiets kennen. Und es ist wichtig, dass wir bei der nächsten Landtagswahl mit einer Spitzenkandidatin oder einem Spitzenkandidaten antreten, die oder der die Themen des Ruhrgebiets nicht nur kennt sondern ernsthaft und ehrlich vertreten kann.“
V.l.n.r.: Olaf Schade, Martin Murrack, Thomas Eiskirch, Sonja Bongers
Foto-Credit: Michael Gustrau